Dieses Blog durchsuchen

Donnerstag, 25. April 2013

Der Kreativitätsprozess

Der vereinfachte Kreativitätsprozess:



Die Prozessschritte können folgend zusammengefasst werden:

Problematisierung
Das Problem soll identifiziert werden. Ein „Problem“ kann ein neues Verkaufskonzept sein, ein neues Produkt oder Geschäftsmodell etc.

Exploration
In dieser Phase soll man sich intensiv mit dem „Problem“ auseinandersetzen. Möglichst viele Informationen zum „Problem“ sammeln, Strukturieren und auswerten. Sie müssen versuchen sämtliche Facetten, Seiten vom „Problem“ aufzuzeigen. Verwenden sie dazu z.B. die Funktionsanalyse oder auch die 9-Window Operator Methode.

Inkubation
In dieser Phase müssen sie nun das „Problem“ loslassen. Idealisieren sie ihr „Problem“ oder versuchen sie es mit dem Gegenteiligen von einer anderen Seite her zu beleuchten.

Illumination
Am besten machen sie ein Spaziergang, versuchen den Kopf freizukriegen. Oft kommt ein Aha- Erlebnis in einem unerwartetem Augenblick. Halten sie für diese Zeit ein Notizblock in Griffnähe, eine Idee ist oft nur kurz greifbar, bevor sie für immer verschwindet.

Elaboration
Die Idee soll nun weiterentwickelt werden. Versuchen sie die Idee zu Kombinieren und varianten zu bilden mit z.B. Assoziationen oder vergleiche in der Natur. Was hat die Natur in diesem Bereich bereits entwickelt? (Stichwort Lotus-Effekt)

Wie innovierten die Erfinder in der vorherigen Jahrhunderten?


Wie haben den die bekannten Erfinder der vorherigen Jahrhundert innoviert. Es gab ja noch kein Internet, keine grossen öffentlichen Bibliotheken. Es gab nur die Willenskraft und die Vision der fertigen Erfindung. Wurde eventuell die Natur beobachtet und kopiert?

Ich überlege mir, wie den z.B.  Leonardo da Vinci seine Erfindungen, Innovationen, Bilder und Statuen realisiert hat. Wie konnte Leonardo so kreativ sein? Liegt es an der Ruhe vom 14. Jahrhundert. Das stille Kämmerlein, wo sich der kreative Erfinder zurückzieht und Tagelang an einer neuen Erfindung tüftelt und probiert, ein Prototyp nach dem anderen aufbaut, verwirft, einen neuen Anlauf nimmt? Nach dem Motto „Trie and Error“ und schlussendlich eventuell brauchbare Erkenntnisse und Erfahrungen sammelt, wie z.B. Thomas Alva Edison, ein grossartiger Erfinder aus dem letzten Jahrhundert, der zu einer seiner legendären Erfindung sagte: „Ich habe 1000 Arten gefunden, wie die Glühbirne nicht funktioniert“. Ist das den in der heutigen Zeit noch Effizient? Kann sich ein Unternehmen diese Zeit für ein neues Produkt zu entwickeln den überhaupt noch leisten?

Wie haben es Leonardo, Edison gemacht? Kreativitätstechniken angewendet und auf das Resultat gewartet? Ich denke, dass da einen Zusammenhang zwischen den diversen Wissenschaften besteht, mit welchen sich Leonardo beschäftigt hat. Er hat das getan, was wir heute vermehrt bewusst anstreben. Die Kombination von verschiedenen Wissensgebieten, Assoziationen aufdecken, ähnliche Problematiken in verschiedenen Wissenschaften finden, Zusammenhänge suchen. Vielfach werden heutige Innovationen einfach der Natur abgeschaut. Millionen Jahren an Evolution können sich nicht irren. Sei es der Perleffekt bei den Lotusblüten welchen wir in der Nanotechnologie wiederfinden, Saugnäpfe welche bei den Kraken abgeschaut wurden, Moderne Lüftungssysteme die Termite in ihren Bauten verwenden, damit die Temperatur konstant bleibt etc. Unter dem Gesamtbegriff Bionik werden heutzutage diese arten der Lösungen zusammengefasst. 

Gibt es da noch mehr Erfindungen, welche der Natur abgeguckt wurden? Was meinen sie?

Was bedeutet nun eigentlich „innovativ sein“?

In einer schnelllebigen Zeit wo sich Produkte, Lösungen und Design rasant ändern und scheinbar immer an die Bedürfnisse der Kunden orientiert, fragt man sich gelegentlich wie den das Funktionieren kann, warum sind den alle heute so innovativ?

Innovation, innovieren, innovativ sein, scheinbar ist das in der heutigen Zeit der riesigen Überangebote an Produkten, die in jedem Lebensabschnitt anzutreffen sind, Sport, Auto, ja sogar Lebensmittel sind innovativ. Ein einfaches Joghurt und meine Verdauungsprobleme verschwinden. Ein riesengrosses Thema: Innovation. Viele Unternehmen haben Worte wie: „Wir bieten innovative Lösungen an“, in ihrem Leitsatz adoptiert. Was bedeutet den innovative Lösungen bei z.B. einem Stuhlhersteller? Die Sitzfläche, das Stuhlbein, die Lehne, das Design, das Produkt per se, der Herstellungsprozess, das Geschäftsmodell? Was kann daran innovativ sein? Wieso soll ein Stuhlhersteller innovativ sein? Ich versuche mir ein Stuhl vorzustellen der innovativ auf meine Bedürfnisse reagiert: Ich möchte jetzt liegen, der Knopf seitlich hinten ermöglicht mir das. Ich möchte jetzt stehen und anlehnen, der Knopf unten rechts verwandelt den Stuhl in eine gepolsterte Säule. Ist das ein innovativer Stuhl? Oder einfach nur ein einfallreiches Produkt?

Wenn sämtliche Unternehmen innovativ sind, wieso verschwinden so viele pro Jahr, Insolvenz, Ende der Fahnenstange, sie haben sich nicht dem Markt angepasst, waren zu angepasst, waren nicht innovativ? Ich vermute, dass sich viele Unternehmer zwar das Thema Innovation auf die Pendenzenlisten setzen aber nicht genau wissen was Innovation ist, wie vorzugehen ist und was das schlussendlich für ihr Unternehmen bedeutet. Wenn sie das Wort Innovation goggeln, hagelt es an Einträgen. Wieso sind den alle so innovativ? Was macht sie denn überhaupt innovativ? Wieso bin ich nicht innovativ? Was unterscheidet uns schlussendlich den von den anderen?

Gut, ich nehme meine „Cash Cow“, mein rentabelstes Produkt, gründe eine Taskforce und befehle ihnen nun Kreativ und Innovativ zu sein, sage sie sollen ein innovatives Produkt nun jetzt sofort Entwickeln. Schliesslich habe ich Ingenieure, Designer die sich um solche Sachen kümmern sollen und möchte für die Zukunft mit innovativen Produkte gerüstet sein.

Mal ehrlich, kann das Funktionieren? Wie soll die Taskforce vorgehen? Malen die das Produkt blau an und verkünden der Welt ein innovatives Produkt entwickelt zu haben?